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Kontaktlinsen in der Musik

Kontaktlinsen – Berührungspunkte mit Farben und Klängen, Makeln und Marken

RockkonzertDie Welt der Kontaktlinsen ist ebenso bunt gemischt wie die Welt der Musik. Und ein Mann, der zur Darstellung seiner Fähigkeiten auch zur Farbe gegriffen hatte, gilt als Erfinder der Kontaktlinse. Leonardo da Vinci hatte im 16. Jahrhundert eine Zeichnung angefertigt. Erst 300 Jahre später sind tatsächlich Kontaktlinsen hergestellt worden. Die ersten Kontaktlinsen waren aus einer Glas-Plastik-Kombination gefertigt und in den 50ern wurde der Glasanteil komplett durch Plastik ersetzt. Mit den Jahren wurden sie dünner und der Tragekomfort erhöhte sich und mit ihm, die Zahl der Kontaktlinsenträger.
Heute ist das Spektrum der Kontaktlinsen breit gefächert und die Liste wird stets undurchsichtiger: Einweg-Tageslinsen, Langzeitkontaktlinsen, harte und weiche Linsen, gasdurchlässige Linsen, getönte Linsen, modischen Linsen oder Kontaktlinsen mit UV-Schutz. Aus einem individuellen Mangel wird im Nu eine Möglichkeit der individuellen Selbstdarstellung – dazu sind sowohl Kontaktlinse als auch Brille tauglich. Buddy Holly oder Roy Orbison machten ihre Sehbehinderung kurzerhand zum Markenzeichen und steigerten ihren Wiedererkennungswert mit dicken Hornbrillen.

Auch Promis sind nicht ohne Makel und der Markt für Kontaktlinsen passt sich nicht nur den Bedürfnissen der Menschen an, sondern auch an deren Portemonnaies. Kürzlich hat das Design-Haus Dior das Sortiment um Kontaktlinsen erweitert.

Marilyn Manson setzt seine Kontaktlinse nicht zur Verbesserung seiner Sehkraft ein; vielmehr als Detail seiner kunstvollen Selbstinszenierung. Häufig sieht man ihn mit modischen Linsen, die animalisch-dionysische Wesen des Menschen hervorheben sollen, mit Katzenaugen – violett oder grün. Kontaktlinsen verändern den Charakter eines Gesichts und bei dieser Art und Zweck des Tragens, dient nicht der Veränderung des eigenen Sichtfeldes, sondern sein Betrachter soll in Verwirrung gebracht und sein Träger undurchschaubar gemacht werden. Unter Grufties sind modische Kontaktlinsen, weiße Linsen oder Katzenaugen, besonders beliebt.

Erfahrungen mit Kontaktlinsen sammelte auch Beatles-Frontmann John Lennon. Er ist als Jugendlicher zu eitel gewesen, seine Sehschwäche mit einer Brille auszugleichen. Als Kopf der berühmtesten Rock-Band der Welt war es undenkbar für ihn, auf der Bühne eine Brille zu tragen. Bobby Goldsboro machte ihn schließlich auf die Möglichkeit der unsichtbaren Gläser aufmerksam. Die Konzertbesucher wurden von nun an regelmäßig Zeuge von aberwitzigen Szenen: Die Kontaktlinsen hielten dem Rock nicht stand, Lennon verlor sie ständig und nicht selten mussten die übrigen Beatles in Hotelzimmern kniend auf die Suche gehen.
Doch die Wendung zum Markenzeichen und Vorläufer für modische Dinge ließ nicht lange auf sich warten: Seine runde Nickelbrille wurde ihm im Zuge einer Filmrolle in einer Antikriegssatire von der Filmcrew verpasst und eine Brille war von nun an nicht uncool und lästig, sondern wurde zum Sinnbild für Intellektualität und modisches Accessoire der 68er Generation. Die Bezeichnung „John-Lennon-Brille“ wird wohl für alle Zeiten in jedermanns Munde sein. Sein Band-Kollege Paul McCartney trägt auch Kontaktlinsen wegen Kurzsichtigkeit. Seine Sehschwäche ist weniger spektakulär gehandelt worden.
John Kay, Sänger und Songwriter der nach Hermann Hesses Roman benannten Band „Steppenwolf“ ist stark sehbehindert und verbirgt seine Augen stets hinter einer dunklen Sonnenbrille.

Heute ziehen die meisten Musiker bei Live-Auftritten die Kontaktlinsen der Brille vor. Sie sind komfortable und erfüllen ihren Zweck ohne unerwünschte Nebeneffekte. Anders als die Brillengläser, bereiten sie keine Probleme aufgrund von Bildvergrößerungen oder –verkleinerungen. Mit Kontaktlinsen hat man bei blendendem Scheinwerferlicht die besseren Karten. Auch beschlagene Gläser bei Hitze und Feuchtigkeit bleiben aus.

Dazu ein Kommentar von Stefan Klinger, Musiker, der unter anderem bei klassischer Musik, Folk oder gar Metal schon mit vielen Stilrichtungen Bühnenerfahrung sammeln konnte:
"Auch im bei Folkkonzerten sind Linsen sehr nützlich. Man ist beweglicher auf der Bühne, es gibt keine unscharfen Ränder im Sichtfeld und man muss sich keine Gedanken mehr über Spiegelungen der Scheinwerfer machen. Im Studio hingegen ersparen einem Kontaktlinsen den Druck schwerer Kopfhörer auf die Brillenbügel und Ohren, was bei längeren Recording-Sessions schon einen deutlichen Komfortgewinn bedeutet. Da nimmt man auch schon mal längeres Fummeln beim Einlegen der Linsen in Kauf. Beim Folk geht es ja etwas ruhiger zu (außer vielleicht beim Folkstanz), hingegen sollte jeder Metaller entweder eine Sportbrille oder Linsen tragen. Beim Headbangen fliegt die Brille sonst weg...".

In der Wissenschaft kursieren übrigens verschiedene Theorien darüber, wie Intelligenz mit Sehschwäche in Verbindung zu stehen scheint. Unumstößlich ist, dass Kurzsichtige bei Intelligenztests einen besseren Quotienten erzielen. Eine These besagt, dass sich lesende und fernsehende Kinder die Augen verdorben haben. Eine weitere, und diese dürfte bei den Musikern zutreffend sein, dass sich sehschwache Kinder lieber mit Lesen oder Gitarrespielen beschäftigen, weil sie beim Spiel mit den anderen draußen gehandicapt sind.

Wer seine Brille eigentlich sehr mag und nur ab und zu "zum Auftritt" Kontaktlinsen tragen möchte, ist mit Tageslinsen wie den Dailies Aqua Comfort Plus von CibaVision gut bedient. Dabei spart man sich sogar das Pflegemittel und ist gerade auf Reisen sehr flexibel. Sollte man mal eine verlieren (was so gut wie nie passiert) ist zudem der finanzielle Verlust geringer als bei Monatslinsen.

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